Bad Nauheim - Die Park- und Jugendstilstadt
Grundzüge
einer Stadtmarketingkonzeption
1. Zur
Notwendigkeit einer Stadtmarketingkonzeption
Der Wettbewerb der
Städte um gutsituierte Neubürger, zukunftsträchtige Unternehmen, Touristen und
Tagungsgäste wird schärfer. Manche Autoren sprechen bereits vom Übergang des
normalen Wettbewerbs in den Hyperwettbewerb. Die deutschen Städte, Kurorte usw.
kämpfen um jeden Gast. Kommunalpolitiker treten auf deutschen Industriemessen im
In- und Ausland auf, um ihren Standort zu propagieren. Mit „Sonderangeboten“
werden ansiedlungswillige Unternehmen gelockt. Die Kommunalpolitik und
-verwaltung muss heute, ebenso wie ein Unternehmen, Marketing und Vertrieb
betreiben, um den Standort zu erhalten und zu entwickeln. Das gilt für alle
Städte, ebenso für Bad Nauheim.
Daraus ergibt sich,
dass nicht nur die örtlichen Unternehmen, sondern mehr und mehr auch die Stadt
selbst ihre Produkte vermarkten muss. Dabei stellt Bad Nauheim selbst das
Produkt dar, das es zu vermarkten gilt. Jeder Kommunalpolitiker und jeder
Verwaltungsmitarbeiter muss sich seiner Vertriebsaufgabe bewusst werden und sie
aktiv wahrnehmen.
Vor dem Hintergrund
einer stadthistorisch neuen Situation, die gekennzeichnet ist durch den
Jahrtausendwechsel, die bevorstehende Fusion mit dem Staatsbad, den notwendigen
Strukturwandel und einem neuen, erfahrenen und tatkräftigen Bürgermeister an der
Spitze, müssen wir unsere Stadt „neu erfinden“ und endlich jene Pfade
beschreiten, zu denen der Kommunalpolitik bisher der Mut, das Können und das
Wollen fehlte.
2. Das „Produkt“ Bad Nauheim und seine Standortpotentiale (Imagefaktoren)
Bad Nauheim verfügt
über eine Reihe von positiven Standortpotentialen, die im Rahmen einer
Vermarktungsstrategie herauszustellen wären. Diese betreffen insbesondere das
Jugendstilensemble, den Kurpark mit Teich, die Gradierwerke, den Rosenanbau und
das Klinikangebot. Auch im Bereich von Sport und Freizeit ist unsere Stadt
wettbewerbsfähig. Ich nenne hier stellvertretend das Eishockey, den Golfplatz
und die Sportplätze (alles im Stadtbereich). Darüber hinaus gibt es eine Reihe
von Imagefaktoren, die zwar bedeutsam sind, aber über wenig touristische
Anziehungskraft verfügen. Zu nennen wäre das Max-Planck-Institut und die
Kerkhoff-Klinik.
Neue Imagefaktoren
sind hinzugekommen oder haben sich zu solchen entwickelt. Ich nenne die
Privatuniversität, die Heyde AG und das neue Einkaufszentrum „In den langen
Morgen“.
Gleichwohl müssen an
dieser Stelle die Defizite benannt werden. Dazu gehören die Hotelsituation,
fehlende Wellnessmöglichkeiten, bedeutende Baudenkmäler, überregional wirksame
Märkte und Feste, ein deutschlandweit wirksames Kunst- und Kulturangebot in
Verbindung mit Attraktionen und Festspielen.
Unsere Stadt hatte,
bedingt durch ihre Vergangenheit, einen hohen Bekanntheitsgrad in Deutschland
und der Welt. Wer hier selbst noch nicht war, hatte aber einen Onkel oder eine
Tante, der/die hier therapiert wurde oder kennt uns als die „Stadt, in der man
sich einigt“ (Tarifverhandlungen). Diesen Bekanntheitsgrad gilt es in Verbindung
mit unseren lmagefaktoren intensiver zu nutzen.
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3. Die Positionierung Bad Nauheims im Standortwettbewerb
Im Rahmen eines
Stadtmarketingkonzepts muss Bad Nauheim zunächst jene Merkmale herausstellen,
mit denen es sich positiv vom Angebot anderer Städte und Kurorte abhebt.
In diesem
Zusammenhang ist zu klären, welche Art von Stadt Bad Nauheim sein will, ein
Premiumort oder eine Zwei-Sterne-Stadt. Die Entscheidung hat weitestgehende
Konsequenzen für die Stadtgestaltung, die Verkehrspolitik, das Kulturangebot und
vieles mehr. Darüber muss sich die Kommunalpolitik im Klaren sein, besonders was
die Ausgabenseite angeht. Wenn man diese Ausgaben aber im Kontext der
Wirtschaftsförderung sieht, dann handelt es sich hierbei um Investitionen in die
Zukunft unserer Stadt. Bekanntlich interessieren sich ansiedlungswillige
Unternehmen heute eher für die „weichen Standortfaktoren“, wie Stadtbild,
Sauberkeit, Image, Freizeitwert als für die „harten“ (Steuersatz,
Grundstückspreise u.ä.).
Auch muss die Stadt
klären, wie sie sich qualitativ positionieren will. Wollen wir mit allen
Konsequenzen Gesundheitsstadt sein, so wie Fulda eine Barockstadt, Gießen eine
Universitätsstadt und Frankfurt eine Bankenstadt ist? Wir brauchen ein
signifikantes Image, eine Vorstellung in den Köpfen der Verbraucher, wenn sie
den Namen unserer Stadt hören, so wie sie an Festspiele denken, wenn sie z.B.
den Namen Bayreuth hören oder an Hofbräuhaus, wenn von München die Rede ist.
Ich stehe dem Konzept
Gesundheitsstadt skeptisch gegenüber, weil der Begriff automatisch mit Krankheit
assoziiert wird. Das Wort Gesundheitsstadt schwebt als Wortnebel über der Stadt,
ohne dass es strategisch und planerisch umgesetzt wird. Deswegen hat es auch
keine emotionalisierende Wirkung auf unsere Einwohner und noch weniger auf
eventuelle Touristen.
Ich meine, wir
sollten über eine andere Positionierung nachdenken.
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Mein Vorschlag lautet: Bad Nauheim Park- und Jugendstilstadt.
Wenn wir uns als
Gesundheitsstadt positionieren, dann stehen wir im harten Wettbewerb mit
erstklassigen Gesundheitsangeboten in Wiesbaden, Bad Griesbach, Baden Baden und
Bad Mergentheim. Wenn wir aber Park- und Jugendstilstadt sind, dann nimmt die
Zahl der Mitbewerber rapide ab. Keine hessische Stadt verfügt über soviel
Parkfläche wie Bad Nauheim. Die nächste Jugendstilstadt ist 70 km entfernt und
definiert sich als Hochschul- und Verwaltungsstadt.
Das Konzept Park- und
Jugendstilstadt könnte ergänzt werden durch ein passendes Angebot, um dieses
Image zu verstärken. So könnte man jährlich die „Bad Nauheimer
Jugendstilfestspiele“ (Theater, Literatur, Malerei und Musik des Jugendstils)
durchführen. Das wäre meiner Meinung nach eine reizvolle und gut vermarktbare
Synthese der Bad Nauheimer Jugendstilarchitektur mit der Gesamtkultur des
Jugendstils, so dass für die Dauer der Festwochen ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk
entsteht.
Als Parkstadt muss
auch unser Kurpark einen anderen Charakter bekommen. Wir sollten ihn über seine
gartenarchitektonische Beschaulichkeit hinausgehend zu einer kommunikativen und
erlebnisaktiven Begegnungsstätte der Bürger und Gäste machen. In der Art der
Nutzung könnten wir uns am Englischen Garten in München oder am Hamburger
Stadtpark orientieren. Als besonderen Kontrapunkt schaffen wir inmitten des
Kurparks ein großes Rosarium und vereinigen somit die Steinfurther Rosenkultur
mit der Bad Nauheimer Parkkultur.
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4.
Botschaften für den Standort Bad Nauheim – Die Park- und Jugendstilstadt
Wenn Bad Nauheim im
Hyperwettbewerb der Kurorte und Städte bestehen will, muss es mit seinen
ehemaligen, gegenwärtigen und zukünftigen Kunden kommunizieren. Das ist
notwendig, um das Image der Park- und Jugendstilstadt aufzubauen. Dieses muss
unverwechselbar, klar, deutlich und ausdrucksstark sein und soll im Kunden
(Bürger) angenehme Empfindungen auslösen, wenn er den Namen unserer Stadt hört.
Um dieses Image
aufzubauen, benötigen wir einen Markennamen, mit dem wir uns gegenüber anderen
Kurorten und Städten differenzieren und die Wiedererkennung der Stadt fördern.
Der Name unserer Stadt muss eine Grundbotschaft vermitteln, bei der
Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Kontinuität im Vordergrund stehen. Der aktuelle
Markenname „Gesundheitsstadt“ ist nicht durchgängig präsent (warum fehlt er auf
den Internetseiten?) und wenig ausdifferenziert, da er Bad Nauheim allein auf
den therapeutischen Kontext festlegt.
Ich bin der
Überzeugung, dass das Konzept Gesundheitsstadt nur eines von mehreren
Standbeinen sein kann. Die zu starke Eingrenzung auf die Gesundheitsstadt
impliziert die Ausgrenzung solcher Branchen, die nicht zur Gesundheit passen,
aber Geld in die Stadt bringen würden. Das Bundesland Bayern hat sich bei seiner
wirtschaftspolitischen Positionierung nie allein auf seine Naturschönheiten,
seine Heilbäder und sein gutes Bier verlassen, sondern parallel dazu
High-Tech-Industrien angesiedelt. Sind neue Einwohner nicht viel interessanter
als neue Gäste? Jeder Einwohner lässt sehr viel mehr Geld in der Stadt als ein
Gast, vorausgesetzt die passenden Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden.
Ich meine, auf die
Fragen nach der Zukunft unserer Stadt darf nicht nur die Antwort
Gesundheitsstadt kommen. Die bloße Wiederholung der Vergangenheit (einmal Kur,
immer Kur) ist tödlich. Darum sollten wir von der „Kurorthodoxie“ endlich
Abschied nehmen und uns einen neuen Markennamen geben. Mein diesbezüglicher
Vorschlag lautet:
Bad Nauheim -
Die Park- und Jugendstilstadt
Dieser Markenname
wurde von mir einer Wirkungsanalyse unterzogen. Zur Alternative standen:
-
Bad Nauheim - Die Gesundheitsstadt
-
Bad Nauheim - Die Quelle im Herzen Hessens
-
Bad Nauheim - Park- und Jugendstilstadt
Eine durchgeführte
Befragung einiger Einwohner Bad Nauheims, bei Kurgästen und bei Ortsfremden
ergab dieses Ergebnis:
| |
Bad Nauheimer |
Kurgäste |
Ortsfremde |
|
Bad Nauheim –
Die Gesundheitsstadt |
25% |
31% |
28% |
|
Bad Nauheim –
Die Quelle im Herzen
Hessens |
26%. |
29% |
32% |
|
Bad Nauheim Park- und Jugend- stilstadt |
40% |
35% |
36% |
|
ohne Antwort |
9% |
5% |
4% |
Ich überlasse es
Ihrem Verstand, meine Damen und Herren, die richtigen Schlussfolgerungen zu
ziehen.
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5. Die
Zielgruppenorientierung für Bad Nauheim
Auch Stadtmarketing
muss Zielgruppen definieren, um Streuverluste in der Werbung zu vermeiden. Ganz
allgemein sind für Bad Nauheim folgende Zielgruppen interessant:
- Einwohner
-
Fremde, die sich für Bad Nauheim als Wohnort
interessieren
-
Unternehmen, die einen guten Standort suchen
-
Tagungs- und Kongressveranstalter
-
Touristen
Diese Zielgruppen
sind genau zu differenzieren. So muss z.B. genau bestimmt werden, welche Art von
Touristen wir bewerben wollen: Gesundheitstouristen, Familientouristen,
Kulturtouristen oder Erlebnistouristen. Der Erlebnistourismus spielt dabei eine
immer größere Rolle. Reisende fragen nach Freizeitparks, Events,
Wellnessmöglichkeiten, Abenteuerangeboten, Shoppingmalls, Kinozentren,
Luxus-Discotheken u.ä. Freizeiterlebnisse sollen „erzählbar“ sein und Freunde
beeindrucken.
Darum muss unsere
Stadt zu einem aktiven Erlebnisraum für jung und alt mit einem entsprechendem
Angebot umgestaltet werden. Auch bei den Unternehmen muss eine Segmentierung
vorgenommen werden. Welche Art von Firmen ist hier willkommen? Was tun wir, um
uns für Unternehmen attraktiv zu machen?
Welchen Einwohnertyp
bevorzugen wir, den gut verdienenden Single aus der Frankfurter Bankenwelt,
Senioren, die hier ihren Lebensabend verbringen wollen oder junge Familien? Ich
selbst kann diese Frage im Moment auch noch nicht beantworten, aber ich plädiere
für ein Wachstum unserer Stadt auf 35.000 Einwohner, weil damit automatisch eine
Verbesserung der Infrastruktur einhergeht. Mit unserem Jugendstil-Stadtbild und
den Parkschönheiten bieten wir potentiellen Einwohnern ein Stück Wohn- und
Lebensqualität, das Seinesgleichen sucht.
Für den örtlichen
Einzelhandel sind Käufer die wichtigste Zielgruppe. Wenn wir aber nur l % der
Besucher haben wollen, die täglich den Potsdamer Platz besuchen, dann
muss die Innenstadt zu einer Einkaufs- und Erlebniswelt verwandelt worden. 70
000 Menschen, zumeist Touristen, besuchen täglich den Potsdamer Platz, 30 000
mehr als geplant. Wie war das möglich ? Wie schafft es der Leipziger
Hauptbahnhof, täglich 60 000 Menschen in seine Laden-Galerie zu locken?
Die Antwort lautet:
Kommunikations- und erlebnisaktives Konsumieren – Essen, Trinken, Einkaufen,
Unterhalten, Shoppen.
Das aber setzt den
Mut zu kreativen Visionen voraus, aus denen konkrete Ziele heraus kristallisiert
werden müssen. Unsere Stadt hat einige hervorragende Standorte und
Objekte, die bestens geeignet sind, die Visionen umzusetzen:
Hier einige Beispiele
und Zukunftsideen:
- Die Entwicklung des
Kurhauses zu einem Tagungs- und Medienzentrum für Funk und Fernsehen. Idealer
Standort für Großveranstaltungen.
-
Der Bereich Teichhaus / Eisstadion könnte sich
zu einer Art „Englischen Garten“ in Bad Nauheim entwickeln.
-
Im Sprudelhof-Ensemble sollte sich neben
Kulturveranstaltungen in Verbindung mit dem benachbarten Thermalbad die
historische Badekultur, in die heutige Zeit versetzt (vgl. Kaiser-Friedrich Bad in Wiesbaden).
-
Denkbar wären glasüberdachte Inseln auf der
Stresemannstraße oder eine glasüberdachte Park- und Laden-Galerie.
-
Die Integration der Trinkkuranlage als Kultur-
und Gastronomiestätte in das innerstädtische Erlebniszentrum.
-
Die Umwandlung des Usa-Wellenbades in ein
Wellness- und Erlebnisbad, ähnlich der Badeanlage „Miramar“ in Weinheim.
Bitte überlegen Sie
einen Moment, meine Damen und Herren: Welche Stadt bietet das alles auf einem ½
Quadratkilometer Fläche? Unsere Nachbarstädte bieten zwar
Einkaufsmöglichkeiten, aber kein Ambiente. Die Zukunft gehört aber jenen
Standorten, die Einkauf und Ambiente zum Erlebnis verbinden. Wir können die
Innenstadt zu einem Besuchermagneten umwandeln, besonders dann, wenn wir auch
den Mut zu anderen Ladenöffnungszeiten hätten. Unsere Innenstadt muss sich ihrer
Stärken bewusst werden und diese nutzen. Sie ist und bleibt das Herz- und
Filetstück der Park- und Jugendstilstadt. Aber sie muss richtig gemanagt werden.
Vielleicht sollten wir wirklich einmal über eine stadteigene
Marketinggesellschaft nachdenken, die dem örtlichen Einzelhandel Wege in die
Zukunft zeigt und die Angst vor dem Jahr 2000 nimmt. Bad Nauheim als Park- und
Jugendstilstadt bietet dafür viele Möglichkeiten!
Zu Beginn des neuen
Jahrtausends sollte die historische Stunde genutzt werden, um Bad Nauheim für
unsere Kinder in eine hoffnungsvolle und sichere Zukunft zu führen. Unter
interessierten Bürgern und Fachleuten sollte ein Wettbewerb zur Sicherung der
Zukunft Bad Nauheims ausgelobt werden, der ausschließlich das Ziel hat, weitere
Ideen und Visionen zu entwickeln. So ist auch der berühmte Park und die
wunderschöne Jugendstilanlage entstanden.
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6.
Kommunikationsformen und -wege für Bad Nauheim
Risikobehaftet ist
die Wahl der richtigen Kommunikationsform und des Werbeträgers. 50% der
Werbeausgaben werden zum Fenster rausgeworfen, aber niemand weiß, welche 50 von
den 100% es sind. Uns stehen praktisch alle Formen und Wege offen, das
Direktmarketing ebenso wie der Internetweg, der direkte Verkauf genauso wie die
indirekte PR.
Trotz der hohen
Kosten und drohender Streuverluste kommt für Bad Nauheim die Rundfunk- und
TV-Werbung als Werbeform in Frage. Gleichwohl ist es unumgänglich, dies demnächst
auszutesten. Man muss eine Reihe von Radio- und TV-Spots für unsere Park- und
Jugendstilstadt schalten. Damit wäre flächendeckende Resonanz auf Bundesebene
garantiert.
Neben der klassischen
Werbung sollten wir Instrumente zur Verkaufsförderung einsetzen. Das sind
Anreize, die einen Kauf- oder Entscheidungsakt nach sich ziehen, z. B.
Gewinnspiele, Gutscheine, Treueprämien, Kleingeschenke.
Während die
Verkaufsförderung den Verbraucher direkt anspricht, versuchen das Public
Relations bei der breiten Öffentlichkeit einen entsprechenden Bekanntheitsgrad
aufzubauen. Mittels PR wird dafür gesorgt, dass die Park- und Jugendstilstadt
ständig im Gespräch bleibt. Hierzu sind Kontakte zu Funk und Fernsehen, zu
Zeitungen und Medienagenten zu knüpfen.
Meine Damen und
Herren, in der High-Speed-Gesellschaft des 21. Jahrhunderts wird es nur noch
gute und tote, schnelle und tote Städte geben. Schon Bequemlichkeit ist
Selbstmord. Trends und Veränderungen in unserem Umfeld machen es darum
notwendig, den Standort Bad Nauheim regelmäßig und stets aufs Neue zu
beurteilen, ob er den Bedürfnissen seiner Bürger, Gäste und Investoren
entspricht.
Für uns bietet sich
die große Chance, Bad Nauheim endlich aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken
und wieder in die Spitzenliga der hessischen Städte zurückzukehren.
Packen wir's an!
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1. Zur
Notwendigkeit einer Stadtmarketingkonzeption für Bad Nauheim |
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2. Das 'Produkt' Bad Nauheim und seine
Standortpotentiale (Imagefaktoren)
·
Naturschönheiten
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Bauwerke und Denkmäler
·
Sport- und Freizeitstätten
·
Hotels und Kliniken
·
Märkte und Feste
·
Kunst- und Kulturangebote
·
Attraktionen, Festspiele
·
Forschung und Lehre
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3. Die Positionierung Bad Nauheims im
Standortwettbewerb
·
Chancen und Risiken des Gesundheitstourismus
·
Tagungs- und Kongressgeschäft
·
Familien-, Erlebnis-, Kultur- und
Naturtourismus
·
Einwohnermarketing
·
Ansiedlungsmarketing
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4. Botschaften für den Standort Bad
Nauheim
·
Das Image der Stadt und der Markenname
·
Von der Gesundheitsstadt zur Park- und
Jugendstilstadt
·
Visuelle Symbole
·
Slogans, Themen
·
Produkte, die auf Bad Nauheim hinweisen
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5. Die Zielgruppenorientierung für Bad
Nauheim |
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Kommunikationsformen und -wege für Bad
Nauheim
·
Direktmarketing
·
PR
·
Persönlicher Verkauf
·
Verkaufsförderung
·
Radio und Fernsehen
·
Fach- und Publikumszeitschriften
·
Internet
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